
Bild: pixelio.de
Vor knapp einem Jahr startete das Zeitcommunity-Portal „eines Tages“ auf Spiegel Online. Dort erinnern sich seither sowohl Leser, Redakteure als auch Prominente an Vergangenes. Persönliche Bilder und Erinnerungen können dort zu einem kollektiven Gedächtnis der Zeitgeschichte zusammengefügt werden, und so die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählen.
Im jetzt erschienenen Printheft liegt der Fokus auf den Achtziger Jahren: Neben vielen weiteren erinnern sich beispielsweise Joschka Fischer an die ersten Schritte der rot-grünen Koalition oder Udo Lindenberg an DDR-Machthaber Erich Honecker. Popnostalgie mit Schulterpolster und Föhnwelle darf angesichts des Titelthemas trotzdem nicht fehlen. Die Gradwanderung zwischen „nostalgischer Unterhaltung und pophistorischer Analyse“ ist laut Meinung des heutigen SZ Feuilleton jedoch gelungen.
Bislang hat es der Verlag vermieden, das Heft in Erscheinungskategorien einzuteilen. Zunächst muss es diese erste Feuerprobe bestehen. Dabei wird sich auch zeigen, ob der Sprung von Online in Print auch für ein Magazin möglich ist. Erst vor kurzem scheiterte Burdas Umweltmagazin „IVY-World“, das nach nur zwei Ausgaben parallel zur gleichnamigen Umweltcommunity abgesetzt wurde. Bisher hat Spiegel Online nur mit Buchtiteln, beispielsweise Bastian Sicks Reihe „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“, oder dem Jogging Ratgeber von Achim Achilles, Erfolg gehabt.
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