
Bild: pixelio.de
Nach eigenen Angaben ist zeno.org die „Webseite mit der größten Volltextbibliothek im deutschen Sprachraum“. Doch das Projekt, das einen Kanon aus gemeinfreier Literatur und Philosophie, wichtigen enzyklopädischen Werke, Schriften zur Kunst, Geschichte, Religion, Musik und Kulturgeschichte sowie Abbildungen von Kunstwerken enthält, steht vor wirtschaftlichen Problemen, die die anhaltende Diskussion und das durchaus rege Interesse an Ebooks und digitalen Lesegeräte nicht abwehren konnte.
Bereits im September hatte man auf dem hauseigenen Blog die User befragt, inwiefern sie zu einer Einführung eines Abonnementmodells stehen würden. Schon zu diesem Zeitpunkt waren die finanziellen Schwierigkeiten absehbar. Ralf Szymanski sah sich damals gezwungen, Überlegungen zu neuen Ertragsmodellen anzustellen, da die werbewirtschaftlichen Einnahmen die laufenden Kosten nicht decken konnten. Ganz zu schweigen von einer angemessenen Vergütung der 12jährigen Vorarbeit des Projektes, schrieb Szymanski im zeno-Blog.
Nun steht zeno.org zum Verkauf. Ob sich in absehbarer Zeit ein Käufer für die Online-Bibliothek finden lässt, ist bislang noch nicht abzusehen.
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