
Bild: pixelio.de
Auf www.readatwork.com finden sich, vor dem Hintergrund eines unverdächtigen Windows XP Desktop, diverse Icons von Ordnern, die mit Kurzgeschichten, langen Klassikern von Emily Dickensen oder Tolstoy sowie Poetischem und Satirischem befüllt sind. Das Besondere daran ist, dass die Texte auf verschiedenen PowerPoint-Folien aufbereitet sind, die den wahren Inhalt des Textes nur schwer vermuten lassen. Readatwork.com macht somit lediglich den Anschein nach seriöser Arbeit: Vielleser an die Arbeit!
Hinter dem Gimmick readatwork.com verbirgt sich jedoch eine spannende Entwicklung im Software und Internet-Bereich. Der Anbieter G.ho.st (Global Hosting System) bietet seinen Nutzern, ähnlich wie das Angebot readatwork.com, die Möglichkeit einen virtuellen Computer im Internet zu nutzen und dabei von jedem Computer aus arbeiten zu können. Neben Google mit seinem Service Text und Tabellen hat auch G.ho.st erkannt, wie der Trend immer mehr vom lokalen Desktop-PC ins Internet abwandert.
Wie Erich Schmidt erst kürzlich der FAZ bekannt gab, scheitert die Ausweitung des Dienstes Text und Tabellen zu einem kompletten virtuellen PC nur noch an der Server-Kapazität bei Google. Bei der großen Attraktivität eines solchen Angebots ist wie üblich die Datenkapazität problematisch. Denn wenn der Server eines virtuellen PCs, bei G.ho.st ein von Amazon zur Verfügung gestellter Dienst, nicht standesgemäß funktioniert, ist fraglich was mit den eigenen Daten geschieht.
Readatwork.com hat erkannt, zu was ein virtueller Desktop alles nutzen kann: Der User hat dabei die moralische Qual der Wahl.
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