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Arved Hübler und Andreas Ehrle gründeten vor fünf Jahren die Firma Printed Systems. Das kleine Unternehmen hat mittlerweile ein Verfahren entwickelt, elektronische Strukturen auf Papier zu drucken. Die Technik des Unternehmens, das in Kooperation mit dem Institut für Print- und Medientechnik der TU Chemnitz arbeitet, ist allerdings nicht neu: Die so genannte Polymer-Technik, bei der elektronisch leitende Polymer-Kunststoffe verflüssigt werden, wurde bislang nur für die Produktion von extrem dünnen Bildschirmen verwendet. Die beiden Chemnitzer haben erstmal die Kombination auf Papier gewagt.
Ihre technische Besonderheit besteht im Detail. Sie lassen die verflüssigten Kunststoffe von normalen Druckmaschinen verarbeiten, wodurch sie Papier in einen Datenspeicher verwandeln. Mittlerweile produzieren sie bereits mehrere Millionen Datenträger am Tag, denn erst „ab einer Auflage von fünf bis sechs Millionen Datenträgern“ lohne sich wirtschaftlich gesehen die Produktion, so Geschäftsführer Ehrle.
Bis zur großformatigen Zeitung mit bewegten Bildern ist es aber noch ein weiter Weg, meint Ehrle, doch massentauglich sei ihre Technologie aber schon jetzt. Die neueste Anwendung ihrer Technik haben die beiden Tüftler im Kleinformat umgesetzt: In der handlichen Größe einer Visitenkarte produzierten sie Papiere, auf denen eine Internetseite gespeichert werden kann. Warum also lediglich Namen und Adressen auf die kleinen Kärtchen drucken, wenn man den kompletten Internetauftritt, die eigene Homepage oder animierte Produktbeschreibung auf eine Visitenkarte platzieren kann?
Der Weg für die Zeitung mit bewegten Bildern, als perfekte Symbiose der alten mit den neuen Medien, ist demnach bereits geebnet.
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