Steve Chen, seines Zeichens YouTube Mitbegründer und Web2.0 Pionier unterstrich in New York die Pläne des Videodienstleisters zukünftig auch Live Übertragungen auf YouTube anzubieten. Die Plattform habe, so Chen weiter, dies langfristig im Auge gehabt. Jetzt stünden jedoch durch die Beteiligung des Suchmaschinenriesen Google die technischen Ressourcen dazu zu Verfügung.
Auch der angeschlagene Webdienstleister Yahoo! arbeitet offenbar seit Beginn des Jahres an einer Lösung zur Online-Ausstrahlung von Live Videos. Bewegte Bilder sollen von Benutzern über ihre private Webcam live über das Internet in die gesamte Welt übertragen werden können.
Internet-TV im Stile des Mitmach-Webs
YouTube würde durch die Möglichkeit der Live Übertragung zum global reichweitenstärksten Video-Medium im Netz werden. Befinden sich jetzt bereits viele Clips und Ausschnitte von Fernsehsendungen mehr oder weniger von den Sendern toleriert auf dem Portal, könnten zukünftig auch Nachrichten blitzschnell über den digitalen Videokanal übertragen werden. Ein Weg für Blogger und Bürgerjournalisten schneller als konventionelle Medien ein großes Publikum zu erreichen.
Ob Fernsehsender Live-Berichte und Sendungen im Netz über YouTube anbieten werden bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass YouTube über infrastrukturelle Bedingungen verfügt zur festen Größe in punkto Internet-Live-TV zu werden - ähnlich wie iTunes zu einer der Anlaufstellen für Internet-Radio bzw. Podcasts avancierte.
Gebühren, offene Teilhabe oder Mischmodell
Seit auch für TV-fähige Computer die GEZ Gebühr fällig ist, wäre ein Einstieg öffentlich-rechtlicher Sender in das YouTube-TV grundsätzlich denkbar. Allerdings wäre es für die Video Plattform weitaus profitabler für gewisse Angebote Gebühren zu verlangen.
Eine weitere Möglichkeit wäre es, verschiedene Kanäle, ähnlich dem Fernsehprogramm mit Themen zu bestücken. Auch hier könnten Gebühren verlangt werden. Wie die genaue Ausgestaltung des Live-Angebots aussieht, ließ YouTube-Mitbegründer Chen in New York jedoh offen.
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