
Bild:pixelio.de
Auf die Ankündigung des neuen Gebührenmodells bei Abebooks, bei dem nun auch Versandkosten in die Provisionsberechnung mit einfließen sollen, reagierten die spanischen Antiquariate höchst erbost. Rund 170 sollen dem Boykottaufruf gefolgt sein und zwischen dem 28.04 und dem 4.05.2008 ihre Angebote von der Abebooks Seite genommen und auf die Uniliber Seite eingestellt haben.
Die unabhängige Konkurrenz Uniliber.com hat nach einem Bericht des aktuellen „Sheppards Newsletter“ während des einwöchigen Boykotts auf der spanischen Abebooks Seite einen Umsatzsprung von über 30 Prozent verbuchen können. Zudem hätten sich die Besucherzahlen ebenfalls um fast 22 Prozent erhöht.
Im Gegensatz dazu hatte aber Abebooks keine wirklichen Einbußen zu verkünden. So teilte Abebooks/Iberlibro mit, dass während der Woche der Umsatz der spanischen Anbieter während des Boykotts sogar um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen sei. Die Kunden hätten die fehlenden Anbieter nicht bemerkt, heißt es Unternehmensangaben zufolge.
Das veränderte Gebührenmodell hatte allein in Spanien derartige Reaktionen hervorgerufen. In Deutschland, so berichtet das Fachmagazin boersenblatt.net, sei die Kritik darüber zumindest äußerst verhalten ausgefallen.
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