
Bild: pixelio.de
Woher kommt der englische Begriff „nunchucks“, fragt Danny, ein amerikanischer Teenager auf dem YouTube-Chanel hotforwords.com via Webcam aus seinem Kinderzimmer. Die Antwort gibt Lehrerin Marina Orlava im Video ihrer aktuellen Unterrichtseinheit, samt Hund und tiefem Ausschnitt von ihrem heimischen Sofa.
Mit ihren zwei Hochschulabschlüsse in Philologie hat die gebürtige Russinauf YouTube nun eine Unterrichts- und Präsentationsplattform gefunden. Mit etymologischer Aufklärung avancierte das Model in letzter Zeit zu einer wahren Internet-Berühmtheit. Insgesamt mehr als drei Millionen Menschen haben bereits an ihren täglichen Lehrstunden teilgenommen.
Ohne Orlova würden sich jedoch sicherlich nur wenige Leute für Etymologie, also den Ursprung von Worten, interessieren. Doch leicht bekleidet und mit dem teilweisen Charme einer 5-jährigen scheint das Konzept aufzugehen. Inzwischen hat sie eine weit verbreitete Fangemeinde, die sie auch in der Offlinewelt zufrieden stellen will. Daher vertreibt sie nun auch eigene Fotokalender, plant eine TV Show und ein Buch mit Bildern und etymologischen Geschichten.
Wordia.com setzt auf Community
Die Idee, mit Videos im Internet einen Bildungsauftrag mit Unterhaltung zu verbinden ist jedoch nicht neu. Auf der Plattform wordia.com sind es beispielsweise die Mitglieder der Community, die vor der heimischen Kamera ihre liebsten Wörter erklären. Indes aber nicht den etymologischen Hintergrund, sondern einzig die Definition. Das ist allein wegen der zahlreichen Charaktere, Situationen und sprachlichunterschiedlichen Erklärungen äußerst unterhaltsam.
Orlova dürfte dennoch mehr Schüler auf ihre Seite ziehen. Seit 2006 wurden ihre Videos bereits rund 131 Millionen Mal angeklickt. Ob dies allerdings auf ihre Kompetenz und die neue Begeisterung für Philologie zurückzuführen ist, bleibt dahingestellt.
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