
Bild: pixelio.de
Der Ullstein-Verlag hat mit seinem Portal vorablesen.de manchem Bücherwurm das Tor zu einer neuen Leseerfahrung eröffnet: Auf der Seite können registriert User auszugsweise noch unveröffentlichte Bücher als pdf-Datei herunterladen, und mit anderen Mitgliedern darüber austauschen. Zu jedem neuen Buch auf vorablesen.de gibt es zudem eine Verlosung von 100 gedruckten Büchern, die unter registrierten Usern vergeben werden.
Die Lust am exklusiven Lesevergnügen eines noch unveröffentlichten Buches hat scheinbar einen Trend hervorgerufen. Denn das Ullstein-Projekt soll schon bald den ersten Konkurrenten bekommen: Unter frueherlesen.de, einem Projekt des eigenen Angaben zufolge größten deutschsprachigen Literaturportals literature.de, sollen ebenfalls Bücher vor dem offiziellen Start von den Lesern gelesen und rezensiert werden können.
Die Ankündigung von bereits zwei Webangeboten, die sich mit dem Lesen von Büchern vor der offiziellen Veröffentlichung beschäftigen, lässt über einen neuen Trend von Leseportalen spekulieren. Die Idee der Angebote hat sowohl für Lesebegeisterte als auch für Verlage Vorteile: Leser können exklusiv neue Bücher kennen lernen, und Verlage testen vor dem Verkauf der Produkte die Resonanz bei der potentiellen Kundschaft.
Die Frage ist nur, welches der Angebote die meisten Mitglieder für sich gewinnen kann. Anders als beim Sport heißt es im Netz nicht unbedingt, dass der schnellste Anbieter am Markt auch den größten Erfolg haben wird. Nachzügler mit schönerem Design oder besseren Funktionen und Gimmicks können leicht den Fokus von anderen Seiten abziehen. Am Ende heißt es lediglich „the winner takes it all“. Es bleibt also spannend.
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