
Bild: pixelio.de
Google stellt mit dem Angebot Book Search seinem Kooperationspartner Sony auf einen Schlag mehrere Hunderttausend lizenzfreie Bücher für dessen digitales Lesegerät zur Verfügung. Man wolle, so Sony, eine „offene Plattform für den Zugang und das Lesen von Büchern“ schaffen und sei daher „immer offen für Diskussionen mit Technologie-Partnern.“
In den USA können Kunden jetzt auf etwa 500.000, in Europa auf eine leicht abgespeckte Anzahl von Ebooks, zugreifen. Laut Angaben der Associated Press (AP) handele es sich hierbei vor allem um Werke aus dem Jahr 1923, beispielsweise Charles Dickens „A Tale of Two Cities“. In jedem Fall aber ausschließlich um Bücher, deren Copyright bereits abgelaufen ist. Aufbereitet im Epub Format sollen die Bücher nun auf Geräten wie dem Sony Reader besser gelesen werden können.
Das Nachsehen hat Amazon
Ärgern wird sich darüber lediglich der Sony Konkurrent Amazon. Mit seinem Lesegerät Kindle, das bislang nur auf dem amerikanischen Markt erhältlich ist, wird man von der Googleschen Großzügigkeit nicht profitieren können. Denn die Geräte von Amazon können ausschließlich das unternehmenseigene Format lesen. Auch verbietet es das Unternehmen anderen Anbietern, Inhalte im Kindle-Format zu publizieren. Demnach dürften Amazon-Kunden bei der gigantischen Ebook-Bibliothek von Google leer ausgehen.
Für Sony Kunden in Deutschland ist das Angebot eine willkommene Nachricht, da die Auswahl an Ebook-Downloads gerade auf libreka!, der Plattform des deutschen Buchhandels, immer noch recht spärlich ist. Bisher ist das meiste im PDF-Format zugänglich, Epub-Formate sollen aber demnächst vermehrt folgen. Für kostenlose Downloads lizenzfreier Klassiker bietet jedoch bislang noch das Projekt Gutenberg auf seiner Seite www.gutenberg.org eine reichhaltige Sammlung an, zum Großteil auch im Epub-Format.
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