
Bild: pixelio.de
Mit „Technology Headlines From Around the Web“ ist die zentral platzierte Box auf der Seite betitelt. Darin finden sich im stets aktualisierten Takt die neuesten Beiträge aus Blogs und anderen Zeitungen über die Entwicklungen der Branche. Doch wieso öffnet eine Zeitung wie die New York Times, laut Statistiken auf Platz 23 der meist gelesenen Webseiten der USA, ihre Pforten für Blogs und die weit verbreitete Konkurrenz?
Zum einen gehen der New York Times die Leser nicht verloren, denn die Artikel der Blogs öffnen sich stets in einem neuen Fenster. Andererseits wird den Benutzern aber auch ein spezieller Service geliefert, denn ansonsten müssten sich die interessierten Leser die Informationen mühselig selbst zusammen sammeln, oder würden über die Neuigkeiten auf dem Markt gar nicht erst aufgeklärt werden.
Der Grund für diese Öffnung ist allerdings nicht revolutionär, sondern clever, denn mittlerweile hat sich der Trend des Online-Publishing verändert. Es geht nicht mehr nur darum, die Leser möglichst lange auf der eigenen Seite zu halten, sondern auch darum, sich selbst überall im Netz zu platzieren.
Widgets und Gadgets sind die Tür zum Netz
Mit so genannten Widgets und Gadgets kann jeder Web2.0 affine Internetnutzer kleine Kästchen auf sein Community-Profil, seinen Blog oder die eigene Homepage platzieren, die ständig von den RSS-Feeds der Nachrichtenseiten aktualisiert werden. Die Kästen fungieren dabei als Schnittstelle zwischen den zwei Seiten.
Angaben von Spiegel Online zufolge ist diese Methode in den vergangenen zwei Jahren äußerst populär geworden. Die New York Times habe mit diesem Schritt ein Tor zu einer ganzen Reihe von Blogs aufgestoßen, die ihnen dadurch neue Leser erschließen könnten. Denn mittlerweile sei es im Netz erstrebenswert, überall und themenunspezifisch präsent zu sein, und damit neue Kunden für das eigene Produkt zu finden.
Die neue Art der Informationsvermittlung im Internet läuft demnach in der entgegen gesetzten Richtung als noch vor wenigen Jahren: die Nachricht kommt zum Leser, und nicht mehr umgekehrt.
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