
Bild: pixelio.de
Die Plattform twitter.com muss man sich wie eine Mischung aus SMS, Chat und Blog vorstellen. Dort kann man auf maximal 140 Zeichenbeiträge, so genannte Tweets, schreiben. International erfreut sich diese neue Schreibvariante höchster Beliebtheit, und zwischen San Francisco und Tokyo geht das Gerücht, selbst Persönlichkeiten wie der mittlerweile wohl bekannteste U-Senator, Barack Obama, tippe eigene Tweets ins Netz.
Die Begeisterung fürs Microblogging ist für Unbeteiligte nur schwer zu begreifen. Beispielsweise beinhaltet der erste Satz diese Artikels bereits stolze 154 Zeichen und wäre dabei für einen Twitter bereits zu lang. Doch die Zweifler außerhalb des Twitter Universum können sich am 26. Juli in Berlin selbst von der Unterhaltsamkeit und literarischen Qualität mancher 140 Zeichen Texte überzeugen. Dort findet nämlich die erste Twitterlesung weltweit statt.
Dabei haben die Organisatoren, darunter Martina Pickhardt von twitkrit.de, „aus tausenden Twitterbeiträgen die witzigsten, merkwürdigsten“ und somit auch die interessantesten Einträge ausgesucht. Die 140 Zeichen Werke werden in den Kategorien „Leben“ und „Getränke“ sowie „Diverses“ eingeteilt, zu denen je 30 bis 50 Twitterbeiträge vorgelesen werden.
Stargast Tilmann Rammstedt, frisch gebackener Ingeborg-Bachmann Preisträger, wird zudem die Texte interpretieren. Die Moderation übernimmt Deutschland Blogger Nr.1, Johnny Haeusler von spreeblick.de.
Beginn ist um 20 Uhr im NBI, Schönhauser Alle 36
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