
Bild: pixelio.de
Nach der Digitalisierung von 750.000 Büchern und rund 80 Millionen Zeitschriftenartikeln innerhalb der letzten zwei Jahre ist nun das Digitalisierungsprojekt von Microsoft gestoppt worden. Damit endet auch die kurze Ära von Live Search Academic und Live Search Books. Die verwendeten Exemplare stammten bisher zum Großteil aus den Beständen der University of California, der University of Toronto und der British Library, so der leitende Konzern-Vize Satya Nadella in dem offiziellen Blog des Microsoft Live Search Teams.
Mit dem Schlusspfiff des Projektes überlässt Microsoft dem Konkurrenten Google das komplette Feld der Büchersuche. Der Vorsprung auf die Konkurrenz war wohl zu groß, denn laut Unternehmensangaben hatte Google Book Search seit 2004 mehr als zwei Millionen Bücher digitalisiert haben.
Neue Orientierung und „Cashback-Programm“
Mit dem neuen Geschäftsmodelle namens „Cashback-Programm“ will Microsoft die Kunden mit Rabatten locken. Somit sollen Benutzer, die ein Produkt im Internet kaufen, und dabei die Microsoft Suchmaschine genutzt haben, einen prozentualen Nachlass auf den Kaufpreis erhalten. Laut Unternehmensangaben hätte das Live Search Cashback Programm bereit über 700 Einzelhändler als Kooperationspartner gewinnen können, darunter auch Grußunternehmen wie ebay oder Sears.
Bislang ist diese Modell allerdings lediglich auf die USA beschränkt. Zudem sollen die Anzeigenkunden auf der Suchmaschinenseite entlastet werden. Somit will Microsoft diese nur noch zu Kasse bitten, wenn ihre Werbung auch erfolgreich war, und zu einem Kauf bei den Benutzern geführt hat.
Diese drastischen Maßnahmen seitens des Konzern, der erst kürzlich mit seinen gescheiterten Verhandlungen um eine Übernahme von Yahoo! in den Schlagzeilen zu finden war, erscheinen dabei wie ein verzweifelter Kurswechsel. Die Microsoft Suchmaschine liegt weit abgeschlagen hinter den Marktführern Google und Yahoo! und damit möglicherweise außerhalb des konkurrenzfähigen Bereichs.
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