
Bild: pixelio.de
StudiVZ soll mit der 116-seitigen Anklageschrift untersagt werden, weiterhin „look, feel, features and services“ von facebook.com zu kopieren. Darin heißt es zudem, ein Großteil des Erfolges von StudiVZ sei unter anderem dem Kopieren des geistigen Eigentums von facebook.com geschuldet. Dem zum Holtzbrinck Konzern gehörenden Social Network wird vorgeworfen, sich unerlaubten Zugriff auf Facebooks Computersysteme und –netzwerke verschafft zu haben, um Daten einsehen zu können. Das amerikanische Netzwerk verlangt daher Schadensersatz in noch ungenannter Höhe.
Man habe im Vorfeld bereits mehrfach Gespräche mit StudiVZ geführt, so eine Facebook-Sprecherin gegenüber der Financial Times Deutschland. Diese seien jedoch ergebnislos verlaufen und so sehe Facebook ein gerichtliches Vorgehen als letzte Möglichkeit. Man habe viel in Technik und Design der Seite investiert, weshalb man über die anhaltende Kopie von Kreativität und Innovation enttäuscht sei, so Facebook-Justiziar Sam O´Rourke.
Weshalb die Klage zum jetzigen Zeitpunkt eingereicht wurde, ist unklar. StudiVZ ging bereits 18 Monate nach Facebook an den Start und führt seitdem in Deutschland, Österreich und der Schweiz das Feld der Social Networks an. Seit März versucht nun auch Facebook sein Glück auf dem hiesigen Markt, doch der Einstieg ist nicht so gut wie prognostiziert verlaufen. Nach Meinung von Facebook liege das vor allem an dem aus ihrer Sicht ungerechtfertigten Erfolg von StudiVZ.
Beim deutschen Social Network StudiVZ will man diese Vorwürfe jedoch nicht auf sich sitzen lassen und hat deshalb beim Stuttgarter Landgericht eine Feststellungsklage eingereicht. In einer Mitteilung heißt es, man wolle damit klären, dass die von Facebook erhobenen Vorwürfe nicht zutreffend seien. Trotz den erheblichen Vorwürfenzeigt sich das Social Network aus dem Hause Holtzbrinck kämpferisch. StudiVZ-CEO Marcus Riecke hält die Klage aus Kalifornien zudem für unangebracht. Facebook dürfe sich von der Klage gegen die deutsche Konkurrenz kein weltweites Monopol auf Technologie und Umsetzung sozialer Netzwerke erhoffen.
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