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Laut einer kürzlich veröffentlichten Marktstudie des China Book Report über den „Entwicklungstrend der E-Books in China“ verzeichnete der Konsum von Unterhaltungsliteratur im chinesischen Internet eine Steigerung um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Das China Press and Publishing Journal veröffentlichte kürzlich die aktuellen Zahlen zum boomenden Internettrend des Landes: mit rund 70 Millionen Blogs und 47 Millionen aktiven Bloggern ist die digitale Aktivität enorm, vor allem aber auf dem literarischen Sektor. Geschätzte 400 Manuskripte werden täglich auf 64 Literaturportalen veröffentlicht. Über 1300 weitere Onlineportale versorgen zusätzlich rund 170 Millionen chinesische User mit Lesestoff im E-Book-Format.
Private Verleger, die offiziell als „Kulturfirmen“ bezeichnet werden und offiziell nicht publizieren dürfen, sehen in dem wachsenden Trend allerdings Vorteile. Ganz im Gegensatz zu den staatlichen Verlagen, denn für die Privaten bietet das Internet einen Fundus an begabten und noch unbekannten Autoren. In der verstaatlichten Branche waren bisher Tätigkeiten wie die von Literaturagenden oder Scouts, die jetzt von den „Kulturfirmen“ übernommen werden, nahezu unbekannt.
Erklärungen für die erhöhte literarische Aktivität der Chinesen im Netz findet Yang Wenxuan, ein unabhängiger Verleger schnell. Denn „auf Grund seiner offenen Strukturen und seiner Verbreitungsmöglichkeiten“, könne sich die Kreativität trotz Zensur freier entfalten, zumal die „Masse an Inhalten eine hundertprozentige Kontrolle unmöglich macht“, so der chinesische Internetwissenschaftler Guo Liang.
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