
Bild: pixelio.de
Wie der Branchendienst heise.de heute meldet, wird der japanische Technologiekonzern Fujitsu am 20. April 2009 das erste digitale Lesegerät mit farbigem Display auf den Markt bringen. Der Flepia soll vorerst nur in Japan starten, doch allein seine Ankündigung könnte wieder für Wirbel sorgen. Hieß es noch im September in Expertenkreisen, die Entwicklung der farbigen E-Ink Technologie werde noch mindestens bis 2010 dauern. Fujitsu hat damit jetzt schon vorgelegt und bringt die Konkurrenz in Zugzwang.
Farbenvielfalt mit Wartezeit
Vollkommen ausgereift scheint die Technik jedoch noch nicht zu sein, denn die angekündigten 260.000 Farben, die der Flepia abbilden könne, brauchen ihre Zeit. Nach einmaligem Laden der Seite, werden zunächst 64, bei zweimaligem Ladevorgang 4096 Farben angezeigt, so das Unternehmen. Erst auf den dritten Versuch werde die vollständige Palette sichtbar. Da das jeweilige Laden der Seite zwei Sekunden benötigt, kann das finale Abbild mindestens sechs Sekunden in Anspruch nehmen.
Für Magazine mit großformatigen Fotos dürfte daher das erste farbige E-Ink noch kein Anreiz sein, die Inhalte in einer Art E-magazine Version auf den Markt zu bringen. Die Vorstellung minderwertigerer Bildqualität oder langer Wartezeiten trügt vor allem auch den Kundenanreiz. Für Bücher allein, Comics oder Kinderbücher ist es jedoch vorstellbar.
In seiner Ausstattung steht der Flepia seiner Konkurrenz aber in nichts nach. Mit USP-Port, WLAN, Bluetoth und SC-Kartenslot kann er bis zu 40 Stunden im Dauerbetrieb laufen und alle gängigen Formate lesen. Preislich hebt er sich jedoch deutlich ab: umgerechnet 775 Euro wird das Gerät zu seiner Einführung am 20. April kosten. Vorbestellungen nimmt Fujitsu bereits an. Ob und wann das Gerät in Deutschland auf den Markt kommt, ist indes nicht bekannt.
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