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Kategorie: Bücher im Netz
08:02 Uhr Freitag, 08. August 2008

Von: SB

Ebook Reader gegen Kindle

Der Kampf um die Marktführende Position der Ebook Lesegeräte in den USA scheint entschieden. Angeblich 240.000 Exemplare des Amazon Gerätes Kindle sollen bereits verkauft worden sein. Für die Niederlage von Sonys Reader gibt es mehrere Gründe.

Bild: pixelio.de

Offiziell hat Amazon keine Informationen über die bisherigen Verkaufszahlen ihres Ebook Lesegeräts Kindle herausgebracht. Wie der Branchenblog www.techcrunch.com erfahren haben will sollen rund 240.000 Kindle in weniger als einem Jahr bereits verkauft worden sein. Das überrascht, denn nicht nur  Ebook-Skeptiker waren auf Grund fehlender Verkaufszahlen weiterhin skeptisch, ob sich der Kindle als Trend durchsetzen kann. Amazon hat bisher keinen Kommentar dazu veröffentlicht, doch es deutet alles darauf hin, dass der Kindle der iPod der Ebook-Lesegeräte werden könnte.

 

Der Reader von Sony war hingegen bereits seit Oktober 2006 auf den amerikanischen Markt. Das Gerät sei zwar gut, so ein Artikel in der amerikanischen Ausgabe der Financial Times (FT), doch es wurde nicht mit den notwendigen Features und Kombinationsmöglichkeiten ausgestattet. So könnten mit dem Reader lediglich auf 45.000 Bücher zugegriffen werden. Der Kindle ist hingegen mit dem Amazon Shop verlinkt, so dass 145.000 Bücher und zusätzlich Tageszeitungen wie die New York Times oder Blogs abonniert und herunter geladen werden können.

 

Der zweite gravierende Unterschied zwischen den beiden Geräten ist der FT zufolge die Art und Weise wie die Inhalte zum Kunden gelangen. Jeder Kindle ist mit einem mobilen 3G Netzwerk verbunden, das einen schnellen Download garantieren soll. Damit können Amazon zufolge die Zeitungsabonnements automatisch per W-LAN auf den Kindle geladen werden, so dass morgens die aktuelle Zeitungsversion zur Verfügung steht. Beim Reader ist es hingegen komplizierter. Die 45.000 Titel können nur von einem Sony Ebook Store auf einen Computer herunter geladen, und müssen dann auf das Lesegerät transportiert werden. Im Gegensatz zu Amazon werden Gebrauch und Lesen lediglich auf Bücher beschränkt.

 

Bei Sony denkt man derzeit offensichtlich über Erweiterungsmöglichkeiten für den Reader nach, denn Unternehmenschef Steve Haber sagte, man sei „neuen Ideen gegenüber offen“. Doch diese scheinen zu spät zu kommen. Glaubt man den veröffentlichten Zahlen, hat Amazon die Führungsposition für digitale Lesegeräte bereits belegt.









 


 


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