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Kategorie: Technologie
13:11 Uhr Mittwoch, 17. Dezember 2008

Von: SB

Lesegerät aus Dresden

Im kommenden Jahr soll ein neues Lesegerät auf den Markt gebracht werden, dass bislang weder Namen, Gehäuse oder Preiskategorie besitzt. Die Erwartungen an das Produkt aus Dresden sind aber bereits jetzt enorm hoch.

Bild: pixelio.de

Im September startete die Produktion der neuen, fast DIN A 4 großen digitalen Oberfläche, auf der künftig gelesen werden soll. Die schwarz-weiß Optik der E-Ink Technolgie, die derzeit bei vielen aktuellen Lesegeräten wie dem Kindle von Amazon oder dem Cybook des französischen Herstellers Bookeen verwendet wird, zeichnet sich vor allem durch sparsamen Energieverbrauch und Widerstandsfähigkeit aus. Das Kunststoffmaterial, aus dem Plasticlogic sein Lesegerät herstellten will, soll aber im Vergleich zu anderen leichter, dünner und vor allem größer sein.

 

Zudem, so hieß es noch zu Beginn der Produktion im September, solle das Gerät biegsam und besonders widerstandsfähig sein. Von den bislang geplanten Funktionen, wie beispielsweise einer Schreibmöglichkeit auf dem Display, Markierfunktionen oder auch einem integrierten Internetanschluss sowie USB oder Bluetooth Möglichkeiten, war letztens nichts mehr zu hören. Doch die Pläne für das Gerät laufen auf Hochtouren.

 

Prototyp ohne Gehäuse hat bald Konkurrenz

 

Doch bislang gibt es lediglich Prototypen des Displays. Wie das fertige digitale Lesegerät in Zukunft aussehen soll, ist noch vollkommen unklar. Das Unternehmen hatte zwar vor kurzem verkündet, für das Design ehemalige Manager von Adobe und Apple beschäftigt zu haben, doch bislang sind noch keine Entwürfe öffentlich gemacht worden. Die Bekanntmachung der in der Vergangenheit höchst erfolgreichen Designer soll möglicherweise darauf schließen lassen, dass auch das kommende Gerät ein formschöner Hingucker werden könnte.

 

Ebenso steht noch nicht fest, wie Menüführung oder Bedienbarkeit funktionieren wird. Von Unternehmensseite heißt es, es werde nur einen Knopf zum Einschalten geben, alles Weitere solle direkt über die Oberfläche via Touchpad ablaufen. Auch ein Preis für das Gerät, das bislang noch ohne Gehäuse und Software auskommen muss, ist noch nicht bekannt.

 

Ambitionierte Ziele

 

All dies klingt nach Zukunftsmusik, die noch eine Weile Entwicklungszeit benötigen könnte. Doch die wollen sich die findigen Unternehmer von Plasticlogic nicht wirklich nehmen. Bereits im ersten Halbjahr 2009 soll das noch namenlose Lesegerät auf den Markt gebracht werden. Doch die Zeit drängt: Bis dahin könnten nämlich schon weitere Konkurrenzprodukte aufgetaucht sein. Sony hatte auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober angekündigt, seinen Ebook Reader im kommenden Frühjahr auf den deutschen Markt bringen zu wollen. Dieser hat sich bereits seit einiger Zeit auf dem amerikanischen Markt bewährt und wird dank einer Kooperation mit der Buchhandelskette Thalia und Libri auch genügend Lesestoff zur Verfügung gestellt bekommen. Format und Gewicht sind hier jedoch zu den geplanten Maßen des Gerätes aus dem Hause Plasticlogic unterschiedlich.

 

Statt auf die technikaffinen Vielleser zu setzen, die gerne zahlreiche Bücher bei sich tragen setzt man für das Gerät aus Dresden daher zusätzlich auf andere Zielgruppen. Das Unternehmen hat angekündigt, sich mit der ersten Generation seines Lesegerätes vor allem an Firmenkunden, beispielsweise Anwälte, wenden zu wollen. Diese müssten so nicht mehr kiloweise Aktenstapel mit sich herumtragen. Ob sich aber das ambitionierte Ziel erreichen lässt, das Gerät bereits in den nächsten Monaten auf den Markt zu bringen, wird sich noch zeigen.









 


 


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