
Quelle: Pixelio.de
Mit dem Internetanschluss Kultur frei Haus. Was wie die Wiedergeburt von Buch- und Schallplattenclubs im Internet anmutet, wurde jetzt einem Bericht des Branchenmagazins Heise von der Musikindustrie in Großbritannien ins Gespräch gebracht.
Die Idee: Um gegen illegale Downloads im Netz vorzugehen, sollen Internetnutzer gegen eine jährliche Lizenzgebühr, der Kulturflatrate, von beispielsweise 50 Euro so viel Musik herunterladen dürfen wie sie wollen. Ob die Musikdateien durch ein digitales Rechtemanagement gesichert sind und auch nach Kündigung der Flatrate abgespielt werden dürfen, bleibt im Vorschlag offen.
Betreiber von Online-Tauschbörsen hatten dieses Modell in der Vergangenheit immer wieder ins Gespräch gebracht. Letztlich war der Vorschlag jedoch gescheitert. Aktuell erfährt das Flatrate Modell scheinbar wieder eine Renaissance: Das Webangebot Napster bietet beispielsweise für monatlich 10 Euro bereits an, über eine Musikflatrate beliebig viele Titel aus dem Angebot herunterzuladen. Auch Nokia plant mit „It comes with Music“ in Kooperation mit Time Warner einen ähnlichen Dienst für Handynutzer.
Auch Hörbücher und zukünftig auch eBooks, die mehr und mehr illegal heruntergeladen werden, könnten künftig Teil einer solchen Kulturflatrate sein. Viele Hörbuchverlage jedoch produzierten noch nicht digital, so ein Branchen-Experte, weshalb die Entwicklung noch dauern könne. Bei vielen der deutschen Hörbuchverlage sei zudem kein Vertriebskonzept vorhanden um eine digitale Verwertung zu realisieren. Für Anbieter von Online-Hörbuchportalen biete das Konzept jedoch eine Chance, allerdings seien noch Fragen offen.
Strittig bei dem Modell ist beispielsweise der Verteilungsschlüssel der Einnahmen auf Verlage, Künstler und Provider. Auch urheberrechtliche Fragen dürften eine Rolle spielen, beispielsweise wer entsprechende Inhalte anbietet und in welcher Qualität.
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