
Bild: pixelio.de
Für reinen Text eignet sich das E-Ink der digitalen Lesegeräte zweifelsfrei. Aber was machen Zeitschriftenverlage in Zeiten der Digitalisierung? Hochglanzmagazine mit aufwendigen Fotografien werden sich von der momentanen Euphorie der digitalen Lesegeräte nicht überzeugen lassen. In letzter Zeit scheint es zudem, als hätte man in den Feuilletons der großen deutschen Tageszeitungen dem Ebook-Reader sowieso schon abgeschworen. Einstimmiger Tonus: Die Zukunft sind Tablet-PC, die in größerem Format, Farbe und mit Zugang zum Internet besser auf die Bedürfnisse der Leser zugeschnitten seien.
Dass dies wirklich zukunftsweisend sein könnte zeigt nun auch eine Meldung aus den USA, die gestern bekannt wurde. Einige US-amerikanischen Verlage – darunter Condè Nast, Hearst oder die Time Inc. – haben ein gemeinsames Unternehmen gegründet, das offene Standards entwickeln soll, um Inhalte, beispielsweise von Magazinen und Zeitungen, auf einem tragbaren digitalen Gerät empfangen zu können. Noch ist es zwar namenlos, aber dennoch gibt es klare Vorstellungen was es leisten soll. Ein Video der Time Inc. zeigt, wie ein solches Gerät, ähnlich einem Tablet PC, aussehen könnte.
Laut Aussage des Videos sollen Geräte dadurch in der Lage sein den Charakter von Magazinen wie Sports Illustrated oder Cosmopolitan wiederzugeben, jedoch in digitaler Form. Technisch wird dem ganzen laut Time Inc. eine Art digitaler Kiosk zugrunde liegen, der Inhalte für verschiedene Geräte mit unterschiedlichen Displaygrößen und Betriebssystemen zur Verfügung stellt. Dabei werde darauf geachtet, das Bedienbarkeit und Zahlungsmöglichkeiten für die Nutzer einfach gehalten werden.
Ob und wann ein solches Gerät auf den Markt kommen wird, ist noch unklar. Ab jetzt werden erst einmal die nötigen technischen Spezifikationen entwickelt. Anschließend sollen diese vom Unternehmen Software- und Hardwareherstellern bereitgestellt werden.
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