
Bild: kallejipp/photocase.de
Auch im 1985 gegründeten Familienbetrieb wird Wohlfühlambiente groß geschrieben. Fröhlich erklärt Inhaberin Teresa Welte ihre Philosophie: „Eine Buchhandlung muss einfach ein angenehmer Ort sein!“
Das Innere besticht durch viel Holz und Liebe zum Detail. Hinter der Ladentheke erzählt Eigentümerin Teresa Welte von ihrer Begeisterung für ihren Beruf. Gerade in einer Kleinstadt-Buchhandlung sei es wichtig, „von allen Bereichen des Lebens etwas zu wissen“, denn schließlich seien nicht nur Romane und Krimis, sondern auch Sach- und Schulbücher bei den Kunden gefragt.
Teresa Welte liebt Bücher und war mehrere Jahre in Südafrika als Buchhändlerin in einer großen Buchhandlung tätig. Ihre Kundschaft weiß sie durch ihre Leidenschaft für das gedruckte Wort und das richtige Bauchgefühl einzuschätzen: „Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl für den Lesegeschmack der Kunden“, freut sich die herzliche Buchhändlerin. Ein großer Unterschied zu Versandbuchhändlern im Internet, die oft nur schnöde Katalogdaten anböten. Der Aufstieg des Internets zum Massenmedium habe folglich das Tagesgeschäft auch kaum verändert. Im Gegenteil, „viele Kunden haben ein Buch im Internet entdeckt und kommen mit einem Ausdruck zu uns, um es zu bestellen“.
Entsprechend nimmt der Computer kaum Raum ein – der Laden-PC summt leise an einem unauffälligen Stützpfeiler vor sich hin. Damit würden fast ausschließlich Buchbestellungen getätigt, erklärt Teresa Welte mit einem Wink auf den Rechner. „Bei ausgefallenen Kundenwünschen recherchieren wir im Internet, um spezielle Bücher zu finden“, aber ansonsten spiele die Multimedia-Welt des Internets eher eine untergeordnete Rolle: „Wir haben über eine eigene Webseite nachgedacht, sahen aber darin keinen großen Nutzen für unsere Kunden, die lieber zum Stöbern und auf ein kurzes Gespräch in den Laden kommen“, da ist die Buchhändlerin überzeugt.
Die 44-Jährige verfolgt die aktuellen Entwicklungen mit einem Auge und würde auch digitale Lesegeräte verkaufen, wenn die Kunden das wünschten. Die vielgereiste Buchhändlerin ist sich aber sicher: „Das Buch bleibt trotz Digitalisierung auf jeden Fall bestehen“, viel mehr beschäftige sie die Frage, wie die Welt insgesamt in 50 Jahren aussieht. Internet hin oder her.
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