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Laut Aussage der Veranstalter tummelten sich rund 700 nationale Profi- oder Hobbyblogger sowie Interessierte zu verschiedenen Diskussionsforen oder Vorträgen, um über die Zukunft des Genres zu debattieren. Die Themen waren vielseitig gewählt und ließen wenig unkommentiert: Themen wie die Zukunft von Wikipedia, ethische und rechtliche Probleme im Netz oder generelle Web2.0 Entwicklungen waren ebenso reich besucht wie die Diskussion über das leidige Geld: Werbung und Anzeigen auf den Bloggerseiten wird von manchen als Ausverkauf der Blog-Szene beschimpft, von anderen hingegen als Chance gewertet.
Selbst der Mitorganisator und viel gelesene Blogger Johnny Haeusler musste in diesem Punkt Kritik ertragen, da er kurz vor der Konferenz mit dem Buchautor und ebenfalls erfolgreichen Blogger Sascha Lobo („Wir nennen es Arbeit“) ein Netzwerk zur gemeinsamen Anzeigenvermarktung gegründet hatte.
Blogger = neuer Journalist?
Ob die Blogger nun die neuen Journalisten sind, konnte nicht geklärt werden. Auch wenn nach Empfinden eines Mitarbeiters von Deutschlandfunk in manchen der Beiträge ein solcher Unterton zu spüren gewesen sei. Die generelle thematische Konvergenz der zum Zeitvertreib verfassten Blogs und den klassischen Medien stellt allerdings erhöhten Diskussionsbedarf dar. Während viele Medien dem Phänomen Blog noch eine Laufzeit von einigen Jahren gewähren, sind die Blogger selbst von ihrem Medium überzeugt.
Zumindest hat die Szene mit ihrer Konferenz das Medieninteresse wecken können. Ob die Blogger nun aber eine gesellschaftliche Relevanz haben oder nicht, wollte selbst Mitorganisator Haeusler nicht kommentieren. Gegenüber tagesschau.de merkte er aber an, die Blogs seien zumindest für ihn „eine Bereicherung der Medienlandschaft“.
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