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Dem britischen Branchenmagazin „The Bookseller“ zufolge wollen erste amerikanische Verlage, wie beispielsweise Simon & Schuster, in Zukunft keine Rechte für E-Books mehr an britische Verlage vergeben. Das sorgt bei den Verlegern für Unmut, denn nicht nur Verlegerin Ursula Meckenzie sieht den elektronischen Part als Teil des Rechtepaketes. Investitionen für Marketing würden dann völlig ins Leere laufen, denn wer ein Buch downloaden wolle, der „findet nur die US-Version mit einem anderen Cover“.
Auch bei Penguin hält man der Marketingdirektorin Joanne Prior zufolge nationale Beschränkungen der Rechte für unangemessen. Bücher müssten zeit- und preisgleich sowohl in der gedruckten als auch der digitalen Version erworben werden können, so Prior.
Verlag und Technik
Trotz der noch überschaubaren Konkurrenz der Anbieter digitaler Lesegeräte wird nun versucht, Verlage für bestimmte Geräte zu vereinnahmen. So hat beispielsweise der amerikanische E-Book Vermarkter LibreDigital kürzlich bekannt gegeben, alle digitalen Titel des Publikumsverlages Harlequin online vertreiben zu wollen.
Amazon ist demnach nicht die einzige Vertriebsstelle für digitale Bücher. Auch wenn das hauseigene Lesegerät, der Kindle, mittlerweile wieder lieferbar ist, strömen weitere Konkurrenzprodukte wie der Sony E-Book-Reader auf den Markt. Amazon wirbt nun mit einer vergrößerten Angebotssparte für den Kindle. Mittlerweile sei die Zahl der für das Gerät verfügbaren E-Books von 90.000 auf 115.000 angestiegen, so Firmenchef Jeff Bezos im Magazin „Publishers Weekly“.
Der Chef der britischen Verlegervereinigung, Simon Juden, warnte indes vor einer Spaltung auf dem E-Book-Markt. Wenn digitale Titel nur in verschiedenen Formaten für die einzelnen Geräte verfügbar seien, oder sogar Verlage lediglich mit ausgewählten Lesegeräten kooperierten, könne dies schädlich für die Marktentwicklung sein. Der Kunde, so Juden, wünsche digitale Versionen, die auf jeder Plattform gelesen werden könnten.
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